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Steuerliche Absetzbarkeit von Frauen

Unverständlicherweise ist die bilanzielle Behandlung von Ehefrauen in der
Literatur noch wenig behandelt, obwohl sie zu den Gegenständen des täglichen
Bedarfs gehören und sehr verbreitet sind. Die vorliegende Untersuchung versucht,
dem durch einige kurze Hinweise abzuhelfen.

1. Zuordnung zu den Vermögensposten

Ehefrauen sind als notwendiges Betriebsvermögen zu aktivieren, wenn sie dem
Ehemann dauernd zu dienen bestimmt sind. Die Zuordnung zum Anlage- oder
Umlaufvermögen ist davon abhängig, ob es sich nach der Auffassung des Eigentümers
um einen Gebrauchs- oder Verbrauchsgegenstand handelt. An dieser Stelle muß davor
gewarnt werden, im ersten Überschwung der Gefühle Frauen den immateriellen
Wirtschaftsgütern zuzurechnen - es stellt sich stets heraus, daß sie äußerst
materiell sein können. Eher empfiehlt es sich, je nach dem vorliegenden
Exemplar, eine langfristige Verbindlichkeit zu passivieren.

Umstritten ist die Frage, ob Frauen aufgrund der verschiedensten
Nutzungszusammenhänge auch in unterschiedliche Wirtschaftsgüter (ähnlich wie
bei Gebäuden) aufzuteilen sind. § 13 EStR gibt dazu keine erschöpfende Auskunft.

2. Bewertung

Da Frauen heute überwiegend fertig angeschafft werden, weil das sogenannte
Inzestverbot die Eigennutzung selbsthergestellter Frauen praktisch ausschließt,
kommen für die Bewertung grundsätzlich nur Anschaffungskosten in Frage. Im
Gegensatz zu den klaren Verhältnissen bei den meisten Anschaffungsvorgängen
wird dieser Betrag jedoch nicht in einer Summe, sondern in kleinen Teilbeträgen
entrichtet. Dabei werden für Kinobesuche, Eis, Geschenke etc. mit der Zeit
Unsummen aufgewendet, die sich klarer buchhalterischer Erfassung meist entziehen.

Diese Ausgaben werden, obwohl sie eindeutig den Charakter von Werbungskosten
haben, steuerlich nicht als solche anerkannt, so daß sie sich nicht
steuermindernd auswirken. Dieser Nachteil sollte alle Kulturstaaten veranlassen,
so bald wie möglich auf das in fortschrittlichen Ländern Afrikas entwickelte
moderne Verfahren überzugehen und den sogenannten Brautpreis in einer Summe an
die Eltern zu zahlen.

3. Abschreibung

Liegen die Anschaffungskosten fest, so ist bei der längerfristig genutzten
Ehefrau die AfA zu klären. Früher wurden Frauen stets degressiv abgeschrieben,
da man davon ausging, daß sie mit der Inanspruchnahme wesentlich in der
allgemeinen Wertschätzung sanken. Die Auffassung darüber hat sich inzwischen
gewandelt, so daß auch die lineare Abschreibung zulässig ist. Einige Verfechter
der degressiven Abschreibung wollen diese auch weiterhin beibehalten; sie
argumentieren damit, die degressive Abschreibung habe den Vorteil, daß sich die
abnehmende Abschreibungsbeträge mit den zunehmenden Kosten für Instandhaltung
und Reparatur zu einem in der Summe gleichbleibenden Aufwand zusammenfassen
lassen. Das Hauptproblem ist die noch nicht ausdiskutierte Frage der Nutzungsdauer.

Auch die AfA-Tabellen helfen hier nicht weiter, da die lange erwarteten
Spezial-AfA-Tabellen noch immer nicht erschienen sind, obwohl die zuständigen
Referenten des BMF schon lange an ihnen arbeiten. Problematisch ist die starke
Differenz von Lebensdauer und betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauer. Zur Zeit
arbeitet man an einer Umstellung der Tabellen nach Baujahr, wesentlichen
Konstruktionsmerkmalen (Massivbau, Leichtbau, Erhaltungszustand usw.). Dabei
wird wohl eine Pauschalisierung der ansetzbaren Anschaffungskosten (mtl.
Unterhaltungskosten x Vervielfältiger) herauskommen.

Ein weiteres Problem stellen die Teilwertabschreibungen dar. Keinesfalls sind
hier die Wiederbeschaffungskosten anzusetzen (wer würde so etwas schon
wiederbeschaffen?), sondern der Einzelveräußerungspreis abzüglich der meist
erheblichen Veräußerungskosten. Je nach Verkehrsfähigkeit werden oft erhebliche
Abschläge nötig. Bei jüngeren Frauen können auch Zuschreibungen in Frage kommen,
jedoch handelt es sich bei den Ausgaben für Friseur, Kosmetik, Bekleidung,
Urlaub etc. um Erhaltungsaufwand, der nicht zu aktivieren ist. Nur bei größeren
Überholungen (Liften, andere kosmetische Operationen) geht der BFH in ständiger
Rechtsprechung von nachträglichen Herstellungskosten aus und verlangt eine
Zuschreibung.

4. Sonderfälle

Schon vor Jahren wurde geklärt, daß Zuschreibungen wegen bestehender
Schwangerschaft unzulässig sind. Nach der Kuh-Kalb-Theorie des BFH ist
vielmehr ein dem zusätzlichen Futteraufwand der Mutter entsprechender Betrag
als Herstellungskosten des Babys anzusetzen. Bei (nichtgewerblicher)
Fremdnutzung ist (soweit diese Nutzung überhaupt bekannt ist) keine Forderung zu
aktivieren, da hierbei keine Mieterträge realisiert werden. Diese Forderungen
sind erfahrungsgemäß uneinbringlich, so dass sie wieder voll abgeschrieben
werden müssten. Es ergibt sich also keine Auswirkung auf den Totalgewinn.
Bei der Nutzung anderer Frauen ist kein Bilanzposten zu aktivieren, da diese
Frauen dem Eigentümer (Ehemann) zuzurechnen sind und somit ein
Bilanzierungsverbot besteht.

Ledige Frauen sind nur als gewillkürtes Betriebsvermögen zulässig, da sie meist
nicht zur dauernden Nutzung bestimmt sind.

Zum Schluß noch ein Wort an alle männlichen Leser:

Es finden sich immer noch Bilanzen mit unzulässig aufgeblähtem Vermögen. In
fast allen diesen Fällen zeigt sich bei näherer Betrachtung, dass das spezielle
männliche Vermögen (lat.: potentia) aktiviert wurde. Doch auch hier gilt das
strenge Niederstwertprinzip. Zwar klagen viele Frauen darüber, dass diese
"potentia" im allgemeinen viel zu selten aktiviert würde - dennoch hat dieses
Vermögen in der Bilanz nichts zu suchen, da es sich um immaterielle Werte
handelt, die wegen der schwierigen Bewertbarkeit (meist Überbewertung) und der
Unsicherheit zukünftiger Nutzungsmöglichkeiten nicht bilanzierungsfähig sind,
auch wenn manche Männer es für ihr wichtigstes Vermögensteil halten.

Diese Männer sollten sich damit trösten, dass dieses Vermögen auch ohne
Bilanzierung einen wesentlichen Teil ihres Eigenkapitals darstellt - und es
ist gut, gerade auf diesem Gebiet reichlich stille Reserven zu halten.
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